FFG: Kommt das Urteil des Verfassungsgerichts schon früher als erwartet?

Deutlich früher als erwartet, nämlich bereits 2013, könnte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die Überprüfung des Filmförderungsgesetzes abschließen. (Quelle: Blickpunkt Film) Die Überprüfung des FFG war durch die Verfassungsbeschwerde von United Cinemas International (UCI) gegen die Bestätigung entsprechender Gesetzgebung durch das Bundesverwaltungsgericht angestoßen worden. Ein vor wenigen Tagen an zuständige Ministerien des Bundes und der Länder sowie an die Verbände der Filmwirtschaft verschickter Fragebogen diene der Vorbereitung eines Verfahrens, das bereits Ende 2013/Anfang 2014 in einem Urteil über das künftige Schicksal der FFA-Förderung münden könnte. Das Bundesverfassungsgericht überprüfe in diesem Zusammenhang nicht etwa nur mögliche Unstimmigkeiten in der Verteilung der Abgabenlast, sondern grundsätzlich, ob der Bund überhaupt die notwendige Gesetzgebungskompetenz zum Erlass des FFG hat.

Zum weiterlesen auf Blickpunkt Film: FFG-Showdown in einem Jahr?

Für ergänzende Informationen zu diesem brisanten Thema:
UCI legt Verfassungsbeschwerde gegen FFG-Urteil ein



OFFENER BRIEF DER PRODUZENTEN ALLIANZ

Zum offenen Brief der Produzentenallianz zum Verhaltenskodex der UnabhängigenProduzenten, wollen wir wie folgt Stellung nehmen:
 

Wir halten die Gründung und Arbeit der Allianz für richtig und wichtig. Wir begrüßen auch, dass sie feststellt, dass wir für ähnliche Ziele kämpfen, auch wenn wir das nach Meinung der Allianz, mit unterschiedlichen Mitteln tun.
 

Der wesentliche Unterschied ist aber, dass es durchaus unterschiedliche Ziele gibt und  unserer Meinung nach wesentlichen Themen von der Allianz bisher nicht angegangen wurden.
In den Mitteln unterscheiden wir uns jedoch nicht.

 

Die zentrale Problematik für den Erhalt der vielfältigen und hoch qualifizierten Produzentenlandschaft in Deutschland besteht nicht in den Terms of Trade, wie die Allianz anführt. - Die unabhängigen Produzenten sehen ihre Existenz grundsätzlich bedroht, und zwar durch:
 

-A) die zahlreichen und immer noch weiter wachsende Zahl an Sendertöchtern und  senderabhängigen Unternehmen, die den Markt für UnabhängigeProduzenten mehr und mehr verschließen.

B) Abschöpfung von Fördermitteln, die einstmals zur Stärkung der UnabhängigenProduzenten ins Leben gerufen wurden. Es fließen die knappen Fördermittel (aus den Länder und Sender finanzierten Fördertöpfen) im großen Umfang wieder an die Sendereigenen Unternehmen zurück.
 

Nachdem dieses durchaus sensible Thema bisher nie offensiv angegangen wurde, sahen sich die Verbände der UnabhängigenProduzenten veranlasst, die Initiative zu ergreifen und den vorliegenden „Code of Practice“ zu entwickeln. 
 

Die Allianz weist darauf hin, dass sie an einer Frontstellung gegenüber Sendereigenen oder Abhängigen Unternehmen nicht interessiert ist und dass innerhalb der Allianz auch die senderabhängigen Produzenten die Verbesserung der Terms of Trade unterstützen.

Das Argument muss wohl ironisch gemeint sein, denn es besagt: dass die Töchter und Senderabhängigen Unternehmen damit einverstanden sind, noch bessere Konditionen zu bekommen. Was bedeutet dass das Geld indirekt wieder an die Sender zurückfließt. Dadurch entsteht leider keine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der UnabhängigenProduzenten gegenüber den Tochterfirmen und Senderabhängigen Untenehmen.

Unverständlich ist auch die Haltung zur Verbesserung der Finanzierungsbedingungen. Dass der Verzicht auf Bürgschaften (Avale) unrealistisch und eventuell kartellrechtswidrig sei. Nachdem aber andere Sender dies bereits tun, ist dies für uns nicht nachvollziehbar und weiterhin ein wesentlicher Punkt, den es in den Terms of Trade zu verbessern gilt.

Grundsätzlich sehen wir aber in der Stellungnahme der Allianz durchaus positive Aspekte und das Bemühen, dass die Produzentenlandschaft nach außen hin geschlossen auftreten soll, was auch unserem Bestreben entspricht.
 

Wie es weiter geht:
 

Im nächsten Schritt werden wir gemeinsam mit den Unterzeichnern des Code of Practice, den Sendern und der Politik die zentralen Punkte unseres Anliegens genauer erläutern und versuchen zielführende und für beide Seiten zufriedenstellende Lösung zu erarbeiten.

Es mag sein, dass unsere Forderungen dem einen und anderen Sendervertreter problematisch erscheint. Es geht uns aber nicht um ein Gegeneinander, sondern um ein Miteinander. Gerade jetzt - in einer Zeit des medialen Umbruchs, der Produzenten wie Sender vor schwierige Aufgaben stellt, ist ein Miteinander von großer Bedeutung. Der Erhalt der vielschichtigen unabhängigen Produzentenschaft ist deshalb, wie  maßgebliche Sendervertreter bei den Münchner Medientagen bekräftigten, auch für die Sender von großer Wichtigkeit. Hierfür bedarf es gemeinsamer Anstrengungen. Deshalb werden wir uns weiterhin in allen wichtigen Gremien (wie FFA, der Spio oder German Films) mit der Allianz austauschen und wenn möglich verständigen, sofern die wesentlichen Punkte nicht ausgeklammert werden und von deren Seite Bereitschaft dazu besteht.  

 

Arno Ortmair

Verband Deutscher Filmproduzenten
Ismaninger Str. 45
81675 München

0049-89-649 56 40


 

Produzentenverbände legen Vorschlag für Verhaltenskodex bei der Vergabe von Auftragsproduktionen durch öffentlich-rechtliche TV-Sender vor

Pressemitteilung

Produzentenverbände legen Vorschlag für Verhaltenskodex bei der Vergabe von Auftragsproduktionen durch öffentlich-rechtliche TV-Sender vor

Kodex soll Transparenz und einen fairen Wettbewerb zwischen unabhängigen und mit den Sendern verbundenen Produktionsunternehmen gewährleisten.

München, Köln, Berlin, Hamburg, 19. Oktober 2012
Vier unabhängige Produzentenverbände in Deutschland, die AG Dokumentarfilm (AG DOK), der film & fernsehproduzentenverband nrw e.v., der Verband Deutscher Filmproduzenten e.V. und der VFFVmedia/Verband der Fernseh-, Film-, Multimedia- und Videowirtschaft e.V., haben den Entwurf eines Verhaltenskodex für die Vergabe von Auftrags-produktionen durch öffentlich-rechtliche TV-Sender in Deutschland vorgelegt. Mit dem Verhaltenskodex sollen die Anforderungen der EU und des 12. Rundfunk-änderungsstaatsvertrags zur Marktkonformität der öffentlich-rechtlichen Produktions-töchter gewährleistet und die Basis [ ... weiterlesen ]

Pressereaktionen

Süddeutsche Zeitung

dwd.de

medienmilch

meedia




Novellierung des FFG

Aufgrund der langjährigen Streitigkeiten mit den großen Kinoketten über die Kinoabgabe, aber
auch wegen der sich schnell verändernden Kinolandschaft und des Medienmarktes hat die FFA
alle Verbände dazu aufgerufen Vorschläge zu unterbreiten, wie die FFA für die auf sie
zukommenden Anforderungen der Zukunft aufgestellt sein soll.

Im Wesentlichen geht es um:
· welche Förderaufgaben die FFA in Zukunft übernehmen soll
· wie sich die FFA in Zukunft finanziert
· welche Filme in Zukunft gefördert werden sollen
· wie die Fördermittel verteil werden sollen
· wie die FFA und ihre Gremien in Zukunft strukturiert sind und wer in Zukunft entscheidet.

Hierzu hat der Verband Deutscher Filmproduzenten, wie fast alle anderen Verbände
fristgerecht zum 16. Februar seine Stellungnahme abgegeben. Mit vierwöchiger Verspätung
liegt nun auch eine gemeinsame Stellungnahme einer Vierergruppe (Allianz, des HDF,BVV und
VDF) vor, die wie alle anderen Stellungnahmen jetzt im Internet nachzulesen sind.
Dabei gibt es in vielen Bereichen Übereinstimmungen zwischen den Verbänden. So ist bei fast
allen der Wunsch nach Rückbesinnung auf die Kernaufgaben der FFA, nämlich die Förderung
der Produktion und des Verleihs, zum Ausdruck gekommen. Nachdem aber die Allianz und die
Verbände HDF, BVV und FDF ihr Papier als maßgeblich bezeichnet haben, sieht sich der
Verband Deutscher Filmproduzenten genötigt aus Sicht der unabhängigen Produzenten wie
folgt dazu Stellung zu nehmen.

Die FFG Förderung wurde einst von bedeutenden Persönlichkeiten des Deutschen Films ins
Leben gerufen, um den deutschen Kinofilm zu erhalten der, damals wie heute, ohne die
Förderung nicht gegen die amerikanische Dominanz und die Konkurrenz des Fernsehens
bestehen konnte und kann.

In der Präambel des FFG heißt es: „Die FFA fördert als bundesweite Filmförderungseinrichtung
die Struktur der deutschen Filmwirtschaft und die kreativ-künstlerische Qualität des deutschen
Films als Voraussetzung für seinen Erfolg im Inland und im Ausland”. Im weitesten Sinne heißt
“die Wirtschaftlichkeit des deutschen Films zu stärken” eben nicht nur kommerziell erfolgreich
angelegte Projekte zu fördern, sondern durchaus den Gedanken mehr in den Vordergrund zu
stellen Projekte “zur Wirtschaftlichkeit zu verhelfen”. Das heißt, der Focus soll auf deutsche
Filmprojekte gelegt werden, denen man durch die Förderung zur Wirtschaftlichkeit verhilft. Es
sollen nicht nur Projekte gefördert werden, die per se schon eine Wirtschaftlichkeit erwarten
lassen. Bis zum heutigen Tag zeichnete sich die FFA und die sie mittragenden Verbände durch
das Solidarprinzip innerhalb der Branche aus. Dieses Prinzip wollen die vier Verbände
offensichtlich aus Eigeninteresse verlassen.

In den letzten 20 Jahren sind zahlreiche Großproduktionsunternehmen entstanden, die zum
Teil Töchter von Fernsehunternehmen oder großen Verleihfirmen sind, die mehr und mehr
Einfluss auf die FFA nehmen und Fördermittel in Anspruch nehmen, die einst für die
Unabhängigen Produzenten gedacht waren. Das führte dazu, dass immer weniger Fördermittel
für innovative und künstlerisch anspruchsvolle Filme zur Verfügung stehen, ohne die die
Existenz der Unabhängigen Produzenten und eine Weiterentwicklung des Deutschen Films
nicht möglich ist. Vielmehr geht der Trend zu möglichst berechenbaren Quotenbringern wie
romantischen Komödien und Familienfilmen, die mit hohen Produktions- und Verleihbudget mit
z.T. Unterstützung des Fernsehens an den Start gehen. Dem Gedanken "mehr Geld für
weniger Filme" muss eine deutliche Absage erfolgen, er würde zu einer künstlerischen und
mittelfristig auch wirtschaftlichen Austrocknung des deutschen Kinofilms führen und wegführen
von der Idee, dass Film ein kulturelles Wirtschaftsgut ist.
Der Vorschlag der Vierergruppe die Referenzmittel drastisch zu erhöhen und die Projektmittel
zu kürzen ist aus deren Sicht verständlich, da sie glauben mit quotenträchtigen Komödien,
Familienfilmen oder teuren Romanadaptionen einen relativ kontinuierlichen Zuschauererfolg
erzielen zu können (wobei diese Spekulation gerade in der jüngsten Vergangenheit nicht immer
erfolgreich war) und damit revolvierend Referenzmittel zu generieren. Der individuelle
unabhängige Produzent und Verleiher kann das nicht, da andere Genres nicht so berechenbar
sind und ihm auch die Mittel dazu fehlen. Die Kürzung der Projektförderung würde unserer
Meinung nach deshalb den Untergang des hochwertigen, auch im Ausland wahrgenommenen
Deutschen Films bedeuten. Denn nicht die Komödien, sondern Filme Unabhängiger
Produzenten wie „Die Blechtrommel“, „Jenseits der Stille“ „Das leben der Anderen“, „Sophie
Scholl“ oder „Das weiße Band“, bei denen vorher keiner an den großen kommerziellen Erfolg
glaubte, wurden mit Oscars oder deren Nominierungen ausgezeichnet und haben dem
Deutschen Film und unserer Kultur großes Ansehen verliehen.

Neben der Referenzmittelerhöhung beansprucht die Vierergruppe, unter Federführung der
Allianz, zudem einen Führungsanspruch innerhalb der FFA. Der Vorschlag dass künftig nur
noch die größten Verbände in den Gremien der FFA maßgeblich vertreten sein sollen, der
Verwaltungsrat drastisch verschlankt und in seinen Kompetenzen drastisch beschnitten werden
soll, würde eine kalte Übernahme der FFA durch diese Vierergruppe bedeuten, so dass die
großen Einzahler in Zukunft den Weg des deutschen Films bestimmen könnten. Dies erfüllt uns
mit großer Sorge, weil damit überwiegend Interessen von Großfirmen mit eigenen
Verleihunternehmen und Sendertöchtern vertreten würden, die in vielen Bereichen nicht den
Interessen der Unabhängigen Produzenten entsprechen.
Zudem muss die Frage erlaubt sein, wie denn die "aufkommenstärksten" Verbände zu
definieren sind. Um es deutlich zu sagen: die Kinobesitzer, die Kino- und Videoverleiher können
ohne den deutschen Film, der von unabhängigen deutschen Produzenten hergestellt wird, ihre
Stellung innerhalb der FFA nicht rechtfertigen.

Wir sehen hierin eine ernste Bedrohung der Vielfalt und Qualität des Deutschen Films und der
Unabhängigen Produzenten und Verleiher, sowie der Programm Kinos. Die angestrebte
Automatisierung der Filmförderung durch die Erhöhung der Referenzmittel und die
Heraufsetzung der Besucherschwellen ist deshalb keine Lösung. Vielmehr müssen die
Fördermittel wie bisher auch für die Unabhängigen Produzenten und ihre Filme zur Verfügung
stehen. Für hoch kommerziell angelegte Filme brauchen wir zusätzliche Instrumente und
Anreize für Risikokapital und Investoren.

Der Verband Deutscher Filmproduzenten und die NRW Verbände werden in Kürze eine
gemeinsame detaillierte Stellungnahme zu den von den verschiedenen Verbänden vorgelegten
Positionen abgeben.

Verband Deutscher Filmproduzenten e.V.
Film & fernseh produzentenverband nrw e.v.
VFFVmedia e.V., Verband der Fernseh-, Film-, Multimedia- und Videowirtschaft



Verband Deutscher Filmproduzenten hat neuen Vorstand gewählt

Im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung des Verbands Deutscher Filmproduzenten Anfang dieser Woche fanden turnusmäßig auch die Neuwahlen des Vorstands statt.

Die Mitgliederversammlung hat Arno Ortmair (Film-Line Productions, Eclypse Filmpartner), Alfred Hürmer (Integral Film) sowie Peter Seitz (Seitz Filmproduktion, Thalia-Film) erneut in den Vorstand gewählt.
Neu in den Vorstand des Verbands gewählt wurden Sharon von Wietersheim (Rich and Famous Overnight Filmproduktion) und Marco Mehlitz (Lago Film). Mit Marco Mehlitz hat der Verband nun auch in Berlin einen Stellvertreter.
Der Verband freut sich über die neuen Vorstandsmitglieder, die uns bei der Verbandsarbeit sicher sehr unterstützen werden und dem Verband neue Impulse geben werden.
Gemäß der Satzung hat der Vorstand bei seiner konstituierenden Sitzung im Anschluss Herrn Arno Ortmair erneut zum Vorstandsvorsitzenden gewählt.

Der neue Vorstand wurde mit sofortiger Wirkung im Amt bestätigt.

 

 

Eberhard Junkersdorf als Kuratoriumsvorsitzender der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung wiedergewählt – Wir gratulieren herzlich!

Eberhard Junkersdorf, Vorsitzender des Präsidiums sowie des Verwaltungsrats der FFA und längjähriges Verbandsmitglied, wurde in der letzten Kuratoriumssitzung einstimmig in seinem Amt als Kuratoriumsvorsitzender bestätigt. Eberhard Junkersdorf steht damit für drei weitere Jahre an der Spitze des obersten Gremiums der Stiftung.
Ulrike Schauz, Referatsleiterin im Film- und Medienbereich des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), wurde ebenfalls einstimmig als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt.
Dem Kuratorium der Murnau-Stiftung gehören neben dem Verband Deutscher Filmproduzenten der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen, der Verband der Filmverleiher, der HDF Kino und die German Films Service + Marketing GmbH sowie der BKM und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst an.

 

Wir begrüßen herzlich unsere neuen Mitglieder

Der Verband Deutscher Filmproduzenten begrüßt seine zwei neuen Mitglieder Francis Fulton-Smith (Little Door Films) und Marco Mehlitz (Lago Film) ganz herzlich. Wir freuen uns besonders, mit Marco Mehlitz nun auch einen Stellvertreter unseres Verbands in Berlin zu haben.
Wir freuen uns auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren neuen Mitgliedern!

Unabhängige Deutsche Produzenten vereinbaren föderative Kooperation

PRESSEMELDUNG

Unabhängige Deutsche Produzenten vereinbaren föderative Kooperation

Der "Verband Deutscher Filmproduzenten e.V.", der "film & fernseh produzentenverband nrw e.v." und der "VFFVmedia e.V." haben eine Kooperation vereinbart. Diese vertritt künftig die Interessen von über 70 unabhängigen Film- und Fernsehproduzenten gegenüber Politik und Öffentlichkeit.
Wesentliches Ziel der Kooperation sind Maßnahmen zu Erhalt und Ausbau der kreativen Vielfalt in der deutschen Produzentenlandschaft. Die Kooperation steht allen unabhängigen Produktionsfirmen, auch außerhalb der Produktionszentren München, Berlin und Köln, offen. Damit gibt es neben der Produzentenallianz eine weitere maßgebliche Interessenvertretung der deutschen TV- und Filmproduktionswirtschaft, die mit Sitzen in der FFA, der SPIO, dem Rundfunkrat des WDR, der Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW, dem internationalen Produzentenverband FIAPF, den Verwertungsgesellschaften AGICOA und VGF sowie in der German Films und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung vertreten ist.
Die Kooperation der "Unabhängigen Produzenten" erklärt: Wir respektieren die wichtige Arbeit der Produzentenallianz, die in vielen Bereichen gemeinsame Interessen vertritt. Von der Allianz werden allerdings auch Tochterfirmen der öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender vertreten, deren Interessen nicht identisch sind mit denen der unabhängigen Produzenten.
Angesichts der im jüngsten KEF-Bericht gemeldeten 186 Tochterfirmen von ARD und ZDF, die mit einem jährlichen Umsatz von deutlich über einer Milliarde € in vielen Marktsegmenten zunehmend den Wettbewerb verzerren, besteht aber wachsender Bedarf zu wichtigen Themen der deutschen Film- und Fernsehwirtschaft, unabhängig von den Interessen der Sendertöchter, öffentlich Stellung zu nehmen.
Darüber hinaus wollen die Verbände sich gemeinsam um die vielen alltäglichen Probleme der „Unabhängigen Produzenten“ kümmern, insbesondere um die Verbesserung der Kapitalisierung der Produzenten, die Erleichterung der Zwischenfinanzierung, die Verbesserung der Verleihbedingungen sowie die Anerkennung der Kreativleistung der Produzenten.
Zur aktuellen Diskussion um die Novellierung des Filmfördergesetzes hat die "Kooperation unabhängiger Film- und Fernsehproduzenten" bereits eine eigene Stellungnahme vorgelegt, um den Fortbestand der FFA und der gesamten deutschen Filmwirtschaft zu sichern.

München, Köln, Berlin, Hamburg 27.2.2012
Verband Deutscher Filmproduzenten e.V.
film & fernseh produzentenverband nrw e.v.
VFFVmedia e.V., Verband der Fernseh-, Film-, Multimedia- und Videowirtschaft


Ortmair, Vorstandsvorsitzender
des Verbands Deutscher Filmproduzenten

Konstruktiven Dialog starten

"Konstruktiven Dialog starten"
Interview mit Arno Ortmair in Blickpunkt Film 7/12
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Antonio Exacoustos erneut zum Vorsitzenden des Kuratoriums VGF im Verband Deutscher Filmproduzenten e.V. gewählt

Antonio Exacoustos erneut zum Vorsitzenden des Kuratoriums VGF
im Verband Deutscher Filmproduzenten e.V. gewählt

Auf der lezten Kuratoriumssitzung am 14. April 2011 haben die Kuratoriumsmitglieder Alfred Hürmer, Antonio Exacoustos, Arno Ortmair und Peter Seitz aus ihrer Mitte Antonio Exacoustos erneut zum Vorsitzenden gewählt. Damit vertritt Antonio. Exacoustos weiterhin die Gesellschafteranteile des Verbands an der VGF und berichtet an das Kuratorium und die Mitglieder.

Kuratoriumswahl

Der Verband Deutscher Filmproduzenten besteht aus seinen Organen Mitgliederversammlung, Vorstand und Kuratorium.
Das Kuratorium ist das für die Gesellschafteranteile des Verbandes an der Verwertungsgesellschaft Film  (VGF) zuständige Gremium.


Bei der Mitgliederversammlung am 22.3.2011 wurde gemäß der Satzung das Kuratorium neu gewählt.
Es wurde beschlossen das Kuratorium von 5 auf 4 Mitglieder zu reduzieren.
Als neue Kuratoriusmitglieder wurden Arno Ortmair, Alfred Hürmer, Antonio Exacoustos und Peter Seitz gewählt.
 
Bei der nächsten Sitzung des Kuratoriums werden der Vorsitzende des Kuratoriums  (Vertreter des Verbandes in der Gesellschafterversammlung der VGF, bisher Antonio Exacoustos) und der Verbandsvetreter im Beirat der VGF (bisher Michael von Wolkenstein) neu gewählt.

An Mitglieder und Interessenten

Liebe Mitglieder und Interessenten des Verbands Deutscher Filmproduzenten,
 

die Mitgliederversammlung am 22.3.2011 war sehr motivierend. Das Sitzungsprotokoll wird allen in den kommenden Tagen zugehen.
Wir begrüßen herzlich unsere neuen Mitglieder 24 Frames Film, Most Wanted Film, Rich and Famous Film und AVIV Pictures, die bereits aktiv zur Diskussion unserer Ziele beigetragen haben.

Zusammenfassend  möchte ich unsere Position zu den wichtigsten filmpolitischen Fragen darstellen. Es gibt  mehrere Themen, die wir möglichst schnell mit Nachdruck angehen wollen.

Rückblickend haben wir durch Ausscheiden der Bavaria ein wirtschaftlich starkes Mitglied verloren, was mit entsprechenden Budgeteinschnitten verbunden war. Dadurch sind aber auch hohe Aufwendungen wie Büromiete, Geschäftsführergehalt und Kosten für Sekretariat und sonstige Aufwendungen weggefallen. Alle Vorstände arbeiten ehrenamtlich, Bürokosten, Telefon und Reisespesen wurden von Sponsoren erbracht und beigestellt. Dies hatte zur Folge, dass das Jahresergebnis des Verbandes 2010 trotz geringerer Mitgliedsbeiträge sehr positive Zahlen ausweist, die es uns erlauben die Organisation auszubauen.

In den letzten Monaten haben wir uns bemüht, neue junge Mitglieder zu begeistern und Kooperationen mit anderen Produzentenverbänden im In- und Ausland in die Wege zu leiten, wodurch wir wieder etwas gewachsen sind. Ein wichtiger Grund für das gestiegene Interesse an unserem Verband ist, dass wir durch den Weggang der Bavaria unser Profil geschärft haben, in dem wir uns klar als Verband unabhängiger Produzenten definiert haben.

Gemeint ist, dass es keine Sender- oder Verleihbindungen gibt und wir die Interessen unserer Mitglieder ohne Rücksicht auf solche Verflechtungen vertreten können. Es ist unsere politische Legimitation und unser politischer Auftrag die Produzenten zu vertreten, für die die Filmförderung ursprünglich ins Leben gerufen wurde.

Wir müssen heikle Themen diskutieren wie die Verdrängung freier Produzenten durch Produktions-Tochterfirmen öffentlich rechtlicher Sender. Wir brauchen intelligente, zukunftsweisende und nachhaltige Konzepte, um gemeinsam im Einvernehmen mit allen Branchenteilnehmern weiter bestehen zu können.

Es gilt neue zukünftige Geschäftsmodelle für die Film- und Fernsehfinanzierung und Vermarktung zu finden, da durch die Digitalisierung und das Internet sich die bestehenden Modelle überholen werden.

Es geht aber auch darum, die tägliche Arbeit der Produzenten zu verbessern wie z.B. die Zwischenfinanzierung, die Abschaffung der Avale oder die Schaffung eines einheitlichen europäischen Kalkulations- und Kostenstands-Formulars für Koproduktionen. Für letzteres gibt es erste Ansätze und Wohlwollen von Seiten der FFA, die aufgrund des trilateralen Abkommens (Deutschland, Österreich Schweiz) einen Handlungsbedarf sieht.   

Nachdem wir als unabhängige Produzenten in Zukunft immer mehr auf Kooperationen und Koproduktionen angewiesen sind um Kino- und Fernsehfilme zu finanzieren, müssen wir auch ein besonderes Augenmerk darauf legen, Wissen und Informationen auszutauschen und zu vernetzen. Hierzu ist geplant, dass wir uns alle 8 Wochen zu einem Jour Fix treffen, bei dem Gäste sehr willkommen sind. Darüber hinaus wollen wir  3 mal im Jahr eine Mitgliederversammlung abhalten.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist die verstärkte Medienpräsenz und der Dialog mit der Politik. Um die angesprochenen Aufgaben umzusetzen brauchen wir die Unterstützung aller Mitglieder, die themenbezogene Aufgaben übernehmen.

Wir  freuen uns über Vorschläge und Anregungen von allen Mitgliedern  und Partnern, denen unsere Ziele ebenfalls am Herzen liegen.

Arno Ortmair
Vorstand

Verband Deutscher Filmproduzenten
Beichstraße 8
80802 München
Tel: 089 / 649596-0