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Liebe Mitglieder und Interessenten des Verbands Deutscher Filmproduzenten,
die Mitgliederversammlung am 22.3.2011 war sehr motivierend. Das Sitzungsprotokoll wird allen in den kommenden Tagen zugehen.
Wir begrüßen herzlich unsere neuen Mitglieder 24 Frames Film, Most Wanted Film, Rich and Famous Film und AVIV Pictures, die bereits aktiv zur Diskussion unserer Ziele beigetragen haben.
Zusammenfassend möchte ich unsere Position zu den wichtigsten filmpolitischen Fragen darstellen. Es gibt mehrere Themen, die wir möglichst schnell mit Nachdruck angehen wollen.
Rückblickend haben wir durch Ausscheiden der Bavaria ein wirtschaftlich starkes Mitglied verloren, was mit entsprechenden Budgeteinschnitten verbunden war. Dadurch sind aber auch hohe Aufwendungen wie Büromiete, Geschäftsführergehalt und Kosten für Sekretariat und sonstige Aufwendungen weggefallen. Alle Vorstände arbeiten ehrenamtlich, Bürokosten, Telefon und Reisespesen wurden von Sponsoren erbracht und beigestellt. Dies hatte zur Folge, dass das Jahresergebnis des Verbandes 2010 trotz geringerer Mitgliedsbeiträge sehr positive Zahlen ausweist, die es uns erlauben die Organisation auszubauen.
In den letzten Monaten haben wir uns bemüht, neue junge Mitglieder zu begeistern und Kooperationen mit anderen Produzentenverbänden im In- und Ausland in die Wege zu leiten, wodurch wir wieder etwas gewachsen sind. Ein wichtiger Grund für das gestiegene Interesse an unserem Verband ist, dass wir durch den Weggang der Bavaria unser Profil geschärft haben, in dem wir uns klar als Verband unabhängiger Produzenten definiert haben.
Gemeint ist, dass es keine Sender- oder Verleihbindungen gibt und wir die Interessen unserer Mitglieder ohne Rücksicht auf solche Verflechtungen vertreten können. Es ist unsere politische Legimitation und unser politischer Auftrag die Produzenten zu vertreten, für die die Filmförderung ursprünglich ins Leben gerufen wurde.
Wir müssen heikle Themen diskutieren wie die Verdrängung freier Produzenten durch Produktions-Tochterfirmen öffentlich rechtlicher Sender. Wir brauchen intelligente, zukunftsweisende und nachhaltige Konzepte, um gemeinsam im Einvernehmen mit allen Branchenteilnehmern weiter bestehen zu können.
Es gilt neue zukünftige Geschäftsmodelle für die Film- und Fernsehfinanzierung und Vermarktung zu finden, da durch die Digitalisierung und das Internet sich die bestehenden Modelle überholen werden.
Es geht aber auch darum, die tägliche Arbeit der Produzenten zu verbessern wie z.B. die Zwischenfinanzierung, die Abschaffung der Avale oder die Schaffung eines einheitlichen europäischen Kalkulations- und Kostenstands-Formulars für Koproduktionen. Für letzteres gibt es erste Ansätze und Wohlwollen von Seiten der FFA, die aufgrund des trilateralen Abkommens (Deutschland, Österreich Schweiz) einen Handlungsbedarf sieht.
Nachdem wir als unabhängige Produzenten in Zukunft immer mehr auf Kooperationen und Koproduktionen angewiesen sind um Kino- und Fernsehfilme zu finanzieren, müssen wir auch ein besonderes Augenmerk darauf legen, Wissen und Informationen auszutauschen und zu vernetzen. Hierzu ist geplant, dass wir uns alle 8 Wochen zu einem Jour Fix treffen, bei dem Gäste sehr willkommen sind. Darüber hinaus wollen wir 3 mal im Jahr eine Mitgliederversammlung abhalten.
Ein weiteres wichtiges Ziel ist die verstärkte Medienpräsenz und der Dialog mit der Politik. Um die angesprochenen Aufgaben umzusetzen brauchen wir die Unterstützung aller Mitglieder, die themenbezogene Aufgaben übernehmen.
Wir freuen uns über Vorschläge und Anregungen von allen Mitgliedern und Partnern, denen unsere Ziele ebenfalls am Herzen liegen.
Arno Ortmair
Vorstand
Verband Deutscher Filmproduzenten
Beichstraße 8
80802 München
Tel: 089 / 649596-0
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